DIE SCHWEIZ IN DER UNO


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"Europa in der Schweiz"

2. Die Welt, in der wir leben



Männedorf, Juli 2002


Reinhart Buess



Bei grundlegenden Zusammenhängen wird im Text auf die Studie „Europa in der Schweiz“ (www.buesspartner.com) verwiesen.






1. Die Schweiz auf einer Bühne des Welttheaters


Damit stellt sie sich sichtbar in das Weltgeschehen hinein, in eine Welt der Gärung, in der viel veranlagt und viel unentschieden ist. Da ist auf jeden Mitspieler gerechnet. Mit welcher Mitgift kommt die Schweiz?

Ihre Idee zielt auf eine Gemeinschaftsordnung freier mündiger Menschen, die auf der Bündnisgesinnung als sozialem Prinzip beruht. Ihre Leitbilder sind: Tell, Rütli, Winkelried und Niklaus von Flüe. Einigung von „unten her“ mittels Sammlung bewirkt Partnerschaft und das heisst Beteiligung an Selbstverwaltung; da macht Vielfalt stark, durch das Daseinsrecht des Einzelnen.

So beschreibt Etterlin exakt das Verhältnis der Gemeinschaft zum einzelnen Menschen: „dem nach hant die drey lender gemeinlich sich mit den heimlichen eydgenossen... vereinbart und sich so vast gestercket, das sy meister wurdent im lande und vertribent die bösen herschafft.“ Da sind die im Mittelpunkt stehenden Persönlichkeiten nicht Führer im Sinne einer Machtausübung; die drei Länder stärkten sich durch die „Gesellschaft Stauffachers“, die „heimlichen Eidgenossen“ des Rütlibundes („Europa in der Schweiz“ C3a). In diesem Sachverhalt ist die alles entscheidende Differenz zur Umwelt der Schweiz begründet; hier liegt die Grundursache unseres „Sonderfalles“.



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